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2-20110009 - MIVEA - Kriminelle Gefährdung erkennen und wirksam gegensteuern - III - MIVEA Fortbildung
Inhalt:
Schwierigkeiten mit prognostischen Stellungnahmen ziehen sich durch alle Stadien des Strafverfahrens von der Diversion bis zu Vollstreckung, Vollzug und Bewährung. Die Probleme fangen oft schon damit an, dass die nicht juristischen (Polizei, JGH, GH, BewHi, Fachdienste im Vollzug) und die juristischen Verfahrensbeteiligten (StA, Gerichte, Anstaltsleitung, Strafverteidiger) bei ihrer dringend erforderlichen Zusammenarbeit keine gemeinsame Sprachebene finden. Die Besonderheiten des Einzelfalles, aus denen die geeigneten Maßnahmen abgeleitet werden sollten, können nur unzureichend ermittelt und den jeweils Beteiligten und Betroffenen vermittelt werden. Zudem wirken im Hintergrund oft Status- und Akzeptanzprobleme. Die vorgestellte Methode ist geeignet, die wechselseitige Angewiesenheit und Gleichberechtigung aller Praktiker der Strafrechtspflege zu verdeutlichen und dadurch die professionelle Außenwirkung aller Berufsgruppen zu verbessern.

Die Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse (MIVEA) bietet eine wissenschaftlich abgesicherte und praxiserprobte Möglichkeit, die kriminelle Gefährdung eines Menschen zu erkennen. Auf der Grundlage einer umfassenden Analyse des Sozialverhaltens können wirksame Maßnahmen für den jeweiligen Einzelfall im Sinne einer Interventionsprognose vorgeschlagen werden. Je nach Verfahrensstadium kann dies z. B. ein Bericht der JGH, ein Vollzugsplan, eine Stellungnahme zur vorzeitigen Entlassung aus der Haft oder ein Bewährungsplan sein. Die Teilnehmer/innen werden an die Besonderheiten der Exploration und der Erstellung derartiger Pläne, Berichte und Stellungnahmen mit der Methodik von MIVEA herangeführt. Mit MIVEA-Digital steht inzwischen auch eine EDV-gestützte Arbeitshilfe zur Verfügung. Zwischen den einzelnen Seminarblöcken soll mit Fallbeispielen aus der eigenen Arbeit geübt werden, die jeweils beim nächsten Treffen besprochen werden.




Leitung:
Dr. Christoph Schallert

Prof. Dr. Dr. Michael Bock


Zeitraum/Ort:
24.02.2011 - 25.02.2011 in der Zeit von: 10:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Geb.-Nr. 1 222 / Raum 00 001 Infobox ne. ReWi-Gebäude


Max. Teilnehmer: 15

Kosten:
.00 EUR

Anmeldung:
Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz


2-20110009

letzte Änderung: 09.09.2010

Termin: 24.02.2011 - 25.02.2011
Anmeldeschluss: 10.09.2010

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